Mein Klingenkorkenzieher - der Retter des guten Tropfens

Autsch. Am Wochenende passierte, was trotz aller Lagebemühungen in meinem Weinkeller irgendwann einmal passieren musste: beim Öffnen einer guten Flasche Rotwein am Samstagabend brach mir der Korken. Im Zusammenhang mit der Sensorbottle befassen wir uns – naturgemäß - viel mit dem Thema der korrekten Weinlagerung sowie den Folgen bei nicht optimaler Lagerung. Wird Wein beispielsweise längere Zeit bei zu geringer Umgebungsluftfeuchte gelagert, kann der Korken „von außen her“ austrocknen, selbst, wenn der Wein liegend gelagert wird. Im Ergebnis wird er spröde und bekommt Risse.

Nicht immer muss er dabei undicht werden, aber beim Öffnen kann dann die böse Überraschung lauern: der Korken bricht und ein Rest verbleibt im Flaschenhals. Nun, entgegen der anderen möglichen Wirkungen des Austrocknens wie Undichtigkeit und Oxidation ist das noch die wohl harmloseste, denn der Wein im Innern der Flasche kann noch immer einwandfrei sein. Und, das Problem lässt sich eigentlich relativ einfach beheben: mit einem Klingenkorkenzieher - manchmal auch Federzungen-Korkenzieher genannt.

Deutet sich ein Abreißen des Korkens an oder ist er bereits abgerissen, kommt der klassische Spindelkorkenzieher auf die Seite. Vorsichtig werden die beiden Klingen des Klingenkorkenziehers so weit wie möglich unter Wippen zwischen Glas und Korken eingeführt. Danach einmal um 180° drehen, damit der Rest des Korkens vom Glas gelöst wird und nun unter langsamem Drehen und Ziehen den Korken aus dem Hals drehen. Voilà. Der Wein ist gerettet und keine lästige Filtration des Weins hat uns die Laune verdorben.

Noch besser ist da nur die saubere Kontrolle der Luftfeuchte im Weinkeller – auch wenn man nie sicher sein kann, wie der letzte Bewacher der gekauften Flaschen diese gelagert hat.